Selbstfürsorge – der Test

Ganzheitliche Selbstfürsorge und Selbstliebe gehen Hand in Hand. 

Dort, wo wir uns selbst nicht wertschätzen, uns und unsere Bauchthemen nicht bedingungslos so lieben wie sie JETZT gerade sind, dort befinden wir uns in einem Zustand, der auch als “innerer Widerstand” bezeichnet wird: Wir lehnen das, was ist, ab.

Häufig gehen innerer Widerstand, innere Kritik, inneres Urteil, Verzweiflung, Wut, sich als Opfer fühlen … dieser ganze große innere Kriegsschauplatz der Gefühle … „einfach nur“ mit körperlicher und geistiger Erschöpfung einher. Oftmals gibt es gar keine schwerwiegenden Auslöser, sondern wir sind “einfach nur” erschöpft von unserem “ganz normalen” Leben.

Wenn wir müde und/oder ausgelaugt sind, wenn wir unsere Ruhe haben wollen, dann rutschen wir sehr schnell in einen inneren Widerstand. Eigentlich befinden wir uns bereits in einem inneren Widerstand, weil wir unser Bedürfnis nach einer Pause, das wir viel früher hatten und auch gespürt hatten, nicht wahrgenommen haben. Mitunter brauchen wir nur winzige Pausen und vielleicht hilft dir einer meiner Podcasts, diesen Podcast hier möchte ich dir ans Herz legen.

Du findest zum Thema “Selbstfürsorge” hier einen weiteren Beitrag. Zum Thema Selbstliebe, Selbstwertschätzung, Anerkennung findest du hier einen weiteren Beitrag.

Über die eigenen Motive und Motivationen … Dinge tun, um die mich niemand gebeten hat

Bitte schau dir an, aus welchen Motiven und/oder Motivationen heraus du handelst und wie sehr dich die entstehenden oder entstandenen Situationen belasten:

  • Wo lässt du dir von anderen Arbeit „aufhalsen“, weil es gerade so „praktisch“ ist (für wen?)
  • Wo lässt du dir von anderen Arbeit und Verantwortung aufhalsen, weil es vielleicht auch dein Ego befriedigt, dass „man dich braucht“? (Es ist sehr wichtig und heilend, ehrlich mit dir selbst zu werden!)
  • Wo denkst du, du könntest erst dann deine Ruhe haben, wenn du vorher alle Probleme gelöst hast, zumindest wenigstens die brennenden, wichtigen Probleme? (Wessen Probleme sind das eigentlich?)
  • Wo handelst du, weil es für dich wichtig ist – und wo handelst du, weil es ja sonst niemand anders tut (und ist das wirklich wahr, dass es sonst niemand anders tut?)? 

Meistens erschaffen wir uns selbst diese Szenarien, unter denen wir dann leiden. Wenn wir es brauchen, von anderen gebraucht zu werden, erschaffen wir für uns eine Dauerbelastung. Das muss nicht unbedingt eine körperliche Dauerbelastung sein, viel schwerwiegender ist die gedankliche Dauerbelastung. Wir beschäftigen uns andauernd mit anderen Menschen und deren Themen. Das führt mittel- bis langfristig zu geistiger und körperlicher Erschöpfung. Wir “brennen” uns leer.

Wenn wir uns das genauer ansehen, dann ist das Anstrengende / das “Verbrennende” daran ist nicht der Stress der sich summierenden Tätigkeit, sondern unserer innerer Widerstand, unsere innere Unklarheit. Wir wissen nicht genau für wen wir das tun, was wir tun. Wir greifen auf andere Leben über, denken zu wissen, was für andere gut ist, werden enttäuscht, weil wir nicht ausreichend Anerkennung für unser Tun erhalten … es ist oftmals ein Teufelskreis, dabei meinen wir es doch nur gut.

Ich formuliere das mal hart: Wir erschöpfen uns im Tun für andere und diese Welt und spüren dabei genau, dass wir uns gegen uns selbst vergehen, weil wir uns zwingen, Dinge zu tun, die vielleicht nicht unsere Aufgabe sind oder zu denen wir (jetzt gerade) keine Lust verspüren. 

Eine Klientin schrieb mir: “Ich zwinge mich, Dinge zu tun, um die mich niemand gebeten hatte.”

Der Raubbau an uns selbst

Ich habe über Jahre an mir selbst beobachtet, dass ich gerade dann, wenn ich mich ohnehin geistig, körperlich, emotional verausgabt hatte, in die Falle tappte, nun auch noch aktiv weiter Raubbau an mir zu treiben. Das sah dann so aus:
– Ich hatte (angeblich) keine Zeit mehr, gesund und vernünftig zu essen, und nahm mir irgendeinen Fast-Food-Kram vom Straßenrand mit, um meinen größten Hunger zu stillen
– Ich trank irgendwelche Softdrinks, um meinen Zuckerbedarf zu stillen
– Oftmals folgte dann noch etwas Süßes
– Ich hatte keine Zeit zum Spazierengehen, zum Meditieren oder Lesen,
– … und wenn ich mich lange genug in der Abwärtsspirale befand, dann fielen irgendwie alle Dominosteine nacheinander um:

  • Ich begann schlecht einzuschlafen
  • mein Schlaf war unruhig
  • Ich nahm zu
  • ich wurde krank.

Innere “Mantren” waren zum Beispiel:

“Alles wird irgendwie immer schwieriger.”
“Mein Gott, was sind die anderen schwierig!”
“Mein Gott, was ist mein Leben anstrengend!”

Wir kämpfen, kämpfen, kämpfen und verlieren dabei immer mehr Boden unter den Füßen. Wir merken nicht, dass wir eigentlich immer nur mit uns und gegen uns selbst kämpfen.

Gar nicht gut!
Tu Dir das nicht an.
Dein Leben ist zu wertvoll.

Sorge JETZT gut für dich – am liebsten: SOFORT

Geh aus Situationen in dem Moment raus, in dem du wahrnimmst,

  • dass du beginnst, an dir selbst Raubbau zu treiben
  • dass es dir unverhältnismäßig schwerfällt, was du gerade tust
  • dass du schlechte Laune bekommst, weil du die Dinge eigentlich nicht tun willst
  • dass du andere Menschen und/oder die Situation kritisierst und/oder “… sofort wüsstest wie man es besser tun sollte …” (auch das ist Kritik!)
  • dass du enttäuscht bist
  • dass dein Kopf rödelt und rödelt
  • dass du dich nicht mehr richtig konzentrieren kannst auf Dinge, die dir eigentlich einmal Freude gemacht haben
  • dass du nur noch irgendetwas isst, ohne Genuss.

Stopp!

Selbstfürsorge wächst aus Selbstliebe und Selbstliebe braucht Selbstfürsorge und führt auch gleichzeitig zu immer mehr Selbstfürsorge. Wir sorgen einfach gut für das, was wir lieben.

Liebe dich selbst.
Zuerst.
Genau da, wo du jetzt bist, genau so, wie du jetzt bist.

Selbstliebe und Selbstfürsorge befreien uns aus der Zwanghaftigkeit, für alle anderen ein Paradies auf Erden schaffen zu wollen (und damit oftmals nicht nur für uns selbst, sondern auch für die anderen, das Gegenteil zu erschaffen).

Selbstliebe und Selbstfürsorge führen immer zu einer inneren Fülle in uns selbst. Diese Fülle, die so in uns entsteht, reicht meistens auch für andere. Dieses Teilen der eigenen Fülle geschieht ganz natürlich, ganz frei, ohne dass wir in irgendeiner Weise Raubbau an uns treiben müssten.

Selbstliebe erschafft Fülle in mir und damit auch Fülle für alle anderen und ohne an mir irgendeinen Raubbau zu treiben kann ich dann entspannt, liebevoll und großzügig nach dem Motto leben: „Nimm dir aus meinem Überfluss, was du brauchst. Ich weiß, ich sitze an der Quelle, weil ich gut für mich selbst sorge.”

Teste dich selbst

Du findest sowohl den Testbogen als auch die Auswertung als PDF-Datei hier drunter und kannst ihn dir kostenlos herunterladen.

 

Sorge gut für dich.

Du bist die Expertin, der Experte für dich,
für deinen Bauch,
für dein Leben.

Susann

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Über mich

Hallo, mein Name ist Susann Sontag! Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und Diplom Ernährungsberaterin.
Ich habe viele Jahre eine eigene therapeutische Praxis für Psychotherapie und Ernährungstherapie geführt und viele Klienten begleitet. Auf meinem eigenen Weg und in der Begleitung meiner vielen Klienten erlebte ich, was heute auf dem soliden Fundament einer breiten Forschung steht: Heilung ist immer Selbstheilung. Ich biete dir auf meiner Webpage eine große Bandbreite an kostenlosen Informationen, Entspannungsübungen und Videos als Hilfe auf deinem Weg zur Selbstheilung an. Das Nachspüren, Nachdenken und das letztendliche TUN liegt in deiner Hand.

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