Gesundheit und Leben pflegen

Gesundheitspflege ist Lebenspflege.

Im alten China (ebenso wie in Indien) war es die Aufgabe der Ärzte und Heiler, den Menschen zu zeigen, wie sie gesund blieben. Die Idee war, dass Gesundheit ein hohes Gut ist und Menschen lernen können (und sollen) pfleglich mit ihrer Gesundheit umzugehen, damit sie ihr Leben in der Fülle erleben können.

Welche Prioritäten haben wir?

Wenn ich auf mein Leben und das meiner Klienten schaue, dann war weder in der Kindheit noch später im Leben die Pflege der eigenen Gesundheit an erster Stelle der Prioritätenliste. Gerade mit Klienten, die nicht mehr studierten, sondern bereits im Berufsleben standen gab es viele, viele Prioritäten, die weit vor der Pflege der eigenen Gesundheit standen. Um nur die zu nennen, die mir in meiner Praxis am häufigsten genannt wurden:

  1. Der Job
  2. Der Job
  3. Der Job
  4. Das liebe Geld
  5. Verpflichtungen in Familie und im Freundeskreis

Ergänze diese Liste bitte für dich. Nimm dir die Zeit – Du tust es für dich ;-). Schreibe an deiner eigenen Liste ruhig über einen Zeitraum von ein paar Tagen. Schreibe so lange bis du an die Stelle gelangst, wo du „Pflege deiner Gesundheit“ auf die Liste setzen kannst.

Was ist das eigene Leben?

Ich habe mir oft die Frage gestellt, was das eigene Leben eigentlich ist – was bedeutet ist – wozu bin ich hier? Auch wenn ich darauf im Laufe meines Lebens unterschiedliche Antworten fand, kann ich diese Fragen bis heute nicht eindeutig beantworten, aber ich habe in der Arbeit an und mit diesen Fragen für mich festgestellt: der große Hebel im Leben ist die eigene Gesundheit.
Es geht nicht so sehr darum “immer gesund zu sein”, sondern ich erkannte, dass ich wenn ich gesund war, mein Leben ganz anders gestalten konnte, als wenn ich krank war (was auch oft und lange genug der Fall war). Das eine ist nicht besser, das andere ist nicht schlechter. Wichtig ist nur, sich dessen bewusst zu sein. Oftmals merken wir erst, welche Freiheiten und Möglichkeiten wir hatten als wir (noch) gesund waren, wenn wir krank geworden sind.

Dann gibt es aber auch sehr beeindruckende Menschen, die ihre Krankheit als ein Geschenk ansehen, weil sie ihnen auf einmal eine ganz andere Perspektive auf das eigene Leben ermöglicht – ja mitunter der Auslöser war, viel bewusster und mit einer viel höheren Lebensqualität zu leben.

Ich denke, Ihr kennt alle solche Berichte z.B. von Sportlern, die auf einmal querschnittsgelähmt waren und dann darüber berichteten, was diese schwere Verletzung in ihrem Leben an Positivem bewirkt hat, welche Möglichkeiten und Perspektiven sich gerade in und durch die Krankheit für sie aufgetan haben.

Bewusstes Leben

Wenn Ihr meine Blogpost oder meinen Bauchfreundebrief häufiger lest, dann wisst ihr, dass mein zentrales Thema „bewusstes Leben – Aktivierung der Selbstheilungskräfte“ ist. Ich denke, es gibt kein „Kochrezept zum Leben“ und schon gar kein „Kochrezept zur Heilung“. Und insofern bekommst du hier auch keine Tipps wie du es „richtig machen sollst“, sondern Anregungen und Impulse zu einem bewussteren Umgang mit deiner Gesundheit und mit deinem Leben.

Schau liebevoll beobachtend auf dich und auf deinen Alltag

Bewusstes Leben und Erleben geht nur im Hier und im Jetzt.
Nur Jetzt in diesem Moment kann ich bewusst erleben, was geschieht.
Nur Jetzt in diesem Moment kann ich spüren, ob mich Nahrungsmittel, Menschen, Situationen, Gefühle oder Gedanken stärken und nähren oder ob mich Nahrungsmittel, Menschen, Situationen, Gefühle oder Gedanken Kraft kosten.

Ich kann JETZT, in diesem Moment, wo ich das eine oder das andere wahrnehme, entscheiden, wie ich damit umgehen möchte. Gehe ich JETZT aus einer Situation, die mich nur Kraft kostet und mir nichts bringt einfach raus oder bin ich „nett und brav“ und leide leise vor mich hin? Tanke ich JETZT bewusst auf, wo ich gerade in einer Situation bin, die mich nährt und stärkt und bin mir bewusst, wie gut mir das tut?

Ich gebe dir hier Anregungen aus meiner Praxis, Fragen, die ich so auch meinen Klienten gestellt habe und du schaust am besten selbst, wie es dir wirklich geht und wie es um die Pflege und Wertschätzung deiner Gesundheit und deines Lebens bestellt ist. Du weißt ja … DU BIST DIE EXPERTIN / DER EXPERTE FÜR DICH UND DEIN LEBEN 😉

Ich wünsche dir eine gute Zeit mit diesen Fragen. Beobachte dich. Erforsche neugierig und liebevoll, wie es dir geht. Nimm dir Zeit … am besten du beschäftigst damit über einen Monat bis zum nächsten Blogpost ;-).

Dein Alltag

Schlafqualität und Aufwachen

Bist du morgens gut ausgeschlafen?

Wenn nicht, was könntest du ändern? Denke nicht nur an dein Bett, sondern denke auch:

  • an die Zeit, zu der du schlafen gehst,
  • an die Bewegungen (Aufregung, Stress, schöne Gespräche, ein Spaziergang etc.), die du den Tag über gehabt hast,
  • denke auch an dein Abendbrot – hast du schwer gegessen – noch spät abends Alkohol getrunken – bist einfach nicht richtig zur Ruh gekommen, weil dein Bauch nicht zur Ruhe kam?
  • was fällt dir noch ein – wo und wie könntest du deine Schlafqualität verändern? Achte dabei darauf, dass es leicht geht, dass es jetzt nur ein ganz kleiner Schritt für dich ist, sonst wirst du es trotz aller Erkenntnis doch nicht tun. Mach die Schritte nicht zu groß!

Die wichtigen Zeit am Morgen

Nimmst du dir morgens etwas Zeit für dich selbst?

Was würdest du genießen, um gut in den Tag zu kommen?

  • Morgens zu meditieren
  • oder vielleicht lieber eine schöne Musik anzuhören
  • ganz in Ruhe zu frühstücken oder lieber ausgiebig zu duschen?
  • Zur Arbeit laufen oder mit Rad fahren?
  • Was täte dir morgens gut?
  • … und was tust du nicht, obwohl es dir gut täte?

Der Weg zur Arbeit

Wie sieht dein Weg zur Arbeit aus?

Kommst du entspannt an, oder bist du gestresst, bevor du überhaupt an deinem Arbeitsplatz bist? – Was könntest du mit wenig Aufwand ändern? Was würde ganz einfach und ganz leicht gehen?

Dein Arbeitsplatz, der Ort, an dem du so viel Lebenszeit verbringst

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Bist du von netten Menschen umgeben?

Macht dir deine Arbeit inhaltlich Freude?

Hast du das Gefühl, dass du von Kollegen, Kunden, den Inhalten der Arbeit inspiriert wirst?

Wenn dein Arbeitsplatz für dich kein guter Ort ist, dann frage dich:

  • Was kannst direkt an diesem Arbeitsplatz ändern?
  • Warum machst du diesen Job noch?
  • Hast du schon mal ernsthaft nach einer Alternative gesucht? Bitte sei gerade an diesem Punkt ganz ehrlich mit dir selbst. Ich habe in fast 30 Jahren in meiner Praxis unendliche Begründungen gehört, warum es ganz schwierig ist einen Job zu finden. Sei ehrlich mit dir: Hast du je ernsthaft und mit ganzem Herzen nach Alternativen gesucht – wirklich gesucht? Bedenke wie viel Lebenszeit du an deinem Arbeitsplatz verbringst. Wenn es dir da nicht gut geht, wie soll es z.B. deinem Bauch gut gehen können?

Essen und Trinken

Wie ernährst du dich im Laufe des Tages? Frage dich bitte auch:

  • Bist du mit dieser Art der Ernährung nicht nur gesättigt, sondern auch wirklich zufrieden? Gute Ernährung ist auch deshalb “gut”, weil sie uns wirklich zufrieden stellt. Wir genießen, was wir essen. Gute Ernährung macht glücklich. Bitte höre auf dein Bauchgefühl.
  • Wenn du nicht glücklich und zufrieden bist, was könntest du mit Leichtigkeit ändern?

Wie viel trinkst du im Laufe des Tages und was trinkst du? Mitunter sind die „Trinkmengen-Empfehlungen“ nicht flächendeckend brauchbar. Nicht jeder Mensch kann (sollte!) 2 – 3 l Wasser am Tag trinken! Ist dir bewusst, dass z.B. Obst, Gemüse, Joghurt auch jede Menge Flüssigkeit enthalten? Bitte berechne auch die Mengen von Obst, Gemüse und Joghurt mit ein, wenn du darüber nachdenkst, wieviel du im Laufe des Tages trinkst. … und Kaffee, Kakao und schwarzer Tee (egal in welcher Form) sind kein „Getränk“, das sind ebenso wie Alkohol und gesüßte Getränke => Genussmittel 😉

Feierabend, Wochenenden, Urlaub – deine freie Zeit – was liebst du zu tun?

Die Arbeit ist beendet du kommst nach Hause – oder du hast ein ganzes Wochenende vor dir – oder auch Urlaub. FREIE ZEIT!

Wie gestaltest du deine freie Zeit? (Ooopps, du hast kaum freie Zeit?! Was kannst du tun, um wirklich freie Zeit für dich zu haben? Du weißt doch „Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.”)

Was liebst du zu tun?

… bitte forsche hier weiter:

  • Wann hast du das, was du liebst zu tun, das letzte Mal getan?
  • Hast du das,
  • was du liebst zu tun, bereits über lange Zeit getan?
  • Hast du eine Entwicklung beobachtet?
  • Hat sich in diesem Tun irgendetwas verändert?
  • Hat sich daraus vielleicht etwas anderes ergeben? (Z.B. ein neuer Blick auf deinen Job oder auf deine Beziehungen?

Bitte forsche hier immer weiter. Schreibe dir deine Gedanken und Erkenntnisse auf. 

Die beste Unterstützung für dich, für deine Gesundheit, für deine Leben kommt von dir selbst

Erforsche dich und erkenne, wo und wie du deinen Bauch und deine Gesundheit unterstützen kannst. Beschreibe dir selbst deine Beobachtungen und Erfahrungen so genau wie möglich. Es ist eine Entdeckungsreise deiner selbst und du wirst erstaunt sein, wie viele neue Ideen, Impulse, Anregungen du aus dieser Arbeit mit dir selbst gewinnst.

Stelle dir selbst weitere Fragen und richte die Fragen vor allem danach aus,

  • zu erforschen, was nährt und stärkt dich und was schwächt und belastet dich?

Solltest du stark mit Bauchproblemen oder Gesundheitsproblemen zu tun habe, dann frage dich bei jeder Frage parallel:

  • Kann ich hier irgendeinen Zusammenhang mit meinen Bauchproblemen, meinen Gesundheitsproblemen erkennen?

Ich wünsche dir eine gute heilende Zeit mit dir selbst und denke bitte immer wieder dran: es geht nicht um „Urteil“ (also dich selbst zu beurteilen!), sondern um „neugierige Beobachtung“ deiner selbst ;-). Es geht darum, dich selbst besser kennenzulernen, neugierig, urteilsfrei, liebevoll, wertschätzend.

Du bist genau so wie du bist und so bist du perfekt.

Sorge gut für dich.

Du bist die Expertin, der Experte für dich,
für deinen Bauch,
für dein Leben.

Susann

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Ein Brief an dich und deinen Bauch

Ich freue mich, wenn du meine kostenlosen “Briefe an meine Bauchfreunde und Bauchfreundinnen” abonnierst. Diese Briefe sind sehr persönlich gehalten. Ich lade dich regelmäßig ein, mit mir gemeinsam Themen der Zeit zu betrachten. Ich möchte dich animieren, neu hinzuschauen und dich auf kleine Alltagsabenteuer einzulassen. Gerne kannst du mir auch deine Gedanken und Fragen zu den Themen per E-Mail schicken. Hier kannst du dir ein Beispiel anschauen.

HINWEIS: Die Anmeldung für meinen Bauchfreunde-Brief ist bis zum 31. Dezember 2021 deaktiviert, da sich alle bisherigen Abonnenten in einem laufenden Seminar zum Thema „Selbstliebe gibt dir heilenden Freiraum für dich und für deinen Bauch – wie du Selbstliebe säen und pflegen kannst” befinden. Ab dem 01. Januar 2022 kannst du dich an dieser Stelle wieder anmelden. 

Bitte kontaktiere mich persönlich über das Kontaktformular, wenn du nicht so lange warten möchtest und Interesse an dem Seminar oder an meinen Bauchfreunde-Briefen hast.

Über mich

Hallo, mein Name ist Susann Sontag! Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und Diplom Ernährungsberaterin.
Ich habe viele Jahre eine eigene therapeutische Praxis für Psychotherapie und Ernährungstherapie geführt und viele Klienten begleitet. Auf meinem eigenen Weg und in der Begleitung meiner vielen Klienten erlebte ich, was heute auf dem soliden Fundament einer breiten Forschung steht: Heilung ist immer Selbstheilung. Ich biete dir auf meiner Webpage eine große Bandbreite an kostenlosen Informationen, Entspannungsübungen und Videos als Hilfe auf deinem Weg zur Selbstheilung an. Das Nachspüren, Nachdenken und das letztendliche TUN liegt in deiner Hand.

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