Die Nieren – Vom Loslassen, Lösen und Erlösen

Wie im letzten Blogbeitrag zum Thema „Leber“ schaue ich auch beim Thema „Nieren“ auf die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und ihre Beobachtungen und ganzheitlichen Gedanken. Die TCM ist eigentlich eine „Beobachtungs-Medizin“. Ähnlich wie bei Hildegard von Bingen wurden die Natur und der Mensch in ihr beobachtet. Man erkannte Zusammenhänge und über die Jahrhunderte baute sich langsam ein ganzheitliches medizinisch-spirituelles-philosophisches Gebäude auf, in dessen Zentrum vor allem der Gedanke stand:

wie kann der Mensch in der Welt so leben, dass er seine im innewohnende Lebenskraft pflegt.

Wenn du dich nun fragst was „Nieren“ mit Reizmagen – Reizdarm zu tun haben, dann frage ich erst einmal zurück:

  • Ist dein Alltag (meistens) in einer für dich selbst guten Balance?
  • sorgst du gut für dich selbst und bist dir bewusst, was dir gut tut und was nicht?
  • fühlst du dich verunsichert, wenn du nicht alles unter Kontrolle hast?

Bitte nimm dir Zeit, für diese 3 Fragen. DEINE Antworten sind in jedem Fall wichtiger für dich als meine Gedanken. 😉

Die Nieren als Sitz für das Qi – die Lebensenergie des Menschen

Die Nieren sind in der TCM ein sehr zentraler Ort. Hier ist der Speicher für unsere ERERBTE (von den Eltern mitgegebene) Lebenskraft, unsere Lebensenergie, unser Geburts-Qi. Dieses Geburts-Qi bestimmt unsere einmalige „Konstitution“, die entscheidend mitbestimmt, wie wir unser Leben leben können. Wobei ich hier wirklich das WIE ins Zentrum stellen möchte. Es geht nicht um das “was wir im Leben tun”, sondern WIE wir damit umgehen können, was das Leben uns an Erfahrung beschert.

Ich möchte dir hier ein Bild geben, das in der TCM häufig genutzt wird: ein Kessel über einem Holzfeuer. Das Geburts-Qi ist das Feuerholz für dieses Feuer, das unseren “Lebens-Kessel” wohltemperiert hält. Jeder Mensch hat davon eine nur für ihn bestimmte (einmalige) Menge mitbekommen. Wenn du deinen “Lebens-Kessel” wohltemperiert hältst, dann brauchst du relativ wenig Holz. Denke nur an das Teelicht in einem Stöfchen, das den warmen Tee sehr lange weiter warm hält. Mit einem Teelicht allerdings Tee, den man hat erkalten lassen, wieder gut aufzuwärmen ist dann schon eine Herausforderung. Aus Sicht der TCM “erkaltet” dein Lebenstee – deine Lebenssuppe z.B. wenn du viel Stress erlebst, frustriert bist, übermäßig angestrengt bist. Dann musst du mächtig Feuerholz nachschieben, um wieder eine für die gute Lebenstemperatur zu kommen. Das bedeutet die verbrauchst “übermäßig” viel von deinem Geburts-Qi.

Jeder Mensch hat eine einmalige Konstitution – eine einmalige Menge von Geburts-Qi. Es gibt Menschen, die haben mehr Lebenskraft, eine stärkere Konstitution und es gibt Menschen, die haben weniger Lebenskraft, eine schwächere Konstitution. Das alles ist weder gut noch schlecht, das ist einfach so. Die eigene Konstitution ist so einmalig wie der eigene Fingerabdruck.

Wenn wir uns unserer Konstitution bewusst sind und sie respektieren, dann können wir die Qualität unseres Alltags bewusster und entspannter gestalten. Wir gehen mit unserer Lebensenergie und damit mit unserem Leben achtsamer und pfleglicher um.
Interessanterweise galten die Nieren im Mittelalter auch unter den Weisen und Heilern in Europa als Sitz der mitgegebenen Lebensenergie. Die Beobachtungen der erfahrenen Heiler in China und Europa deckten sich also.

Alle unsere Körperfunktionen, unsere psychische Stabilität, unsere Widerstandskraft hängen davon ab, wie bewusst wir uns unserer einmaligen Konstitution sind und wie „pfleglich“ wir mit ihr umgehen können. Zum pfleglichen Umgang gehören Ernährung, Bewegung, Atmung, aber auch die Bewusstheit über das für dich selbst “richtige Maß”. Ist unsere Lebensenergie, unser Qi, aufgebraucht, dann stirbt der Körper.

Da sich gerade in dem Funktionskreis des Wasser (Niere/Blase) sowohl die Einmaligkeit des eigenen Lebens als auch die Endgültigkeit widerspiegelt steht dieser Funktionskreis für die große Lebensaufgabe:

Erkenne  dich selbst in deiner Einmaligkeit

Genau in dieser Erkenntnis liegt sowohl die Heilung als auch die “Entgiftung”; denn hier geht es weniger um eine Entgiftung von vergiftenden Substanzen (z.B. Leber!) als um eine Entgiftung von “vergiftenden Lebensumständen”. Dazu später mehr.

Deine Einmaligkeit und deine Beziehung zu deiner Umwelt

Für mich steht an erster Stelle eines jeden Heilungsweges, dass wir uns unserer einmaligen Konstitution bewusst werden – unser Qi wahrnehmen lernen – uns bewusst werden, wie es um unsere Lebenskraft bestellt ist und wie wir mit unserer eigenen Lebenskraft / Lebensenergie eigentlich umgehen. Je stärker wir nach außen orientiert sind, desto mehr verlieren wir uns selbst und unsere einmalige Konstitution aus den Augen. Wir sind oftmals von fremden Bildern und Größenordnung manipuliert, die nicht in unser eigenes Leben passen. Gleichzeitig gibt es eine Kraft in uns, die kleine wohlwollende, heilende Signale sendet, so dass wir das Gefühl haben “irgendwas passt nicht zusammen”. Wir fühlen innerlich eine andere Wahrheit als die, die wir im außen und nach außen gerichtet leben.

In Europa (und der westlichen Welt überhaupt) gibt es „allgemein gültige Maßstäbe“, „Messlatten“ – und viele Menschen sind anhand dieser „Messlatten“ auf einem unguten Weg der „Selbstoptimierung“  unterwegs. Von Kleinauf lernen wir, uns nach “Maßstäben” zu richten. Das Problem mit diesen „Maßstäben/Messlatten“ ist, dass sie meistens eher nicht unserer einmaligen Konstitution, unserem einmaligen Wesenskern entsprechen. Das bedeutet, viele Menschen überfordern sich und erschöpfen ihre Lebenskraft. So ist ein besonderes Gift unseres Lebens der Vergleich mit anderen. Vergleiche bedeuten immer “Stress” für uns selbst und sind zudem immer nur Momentaufnahmen; denn wie genau kennen wir das Leben und die Lebenskraft eines anderen Menschen wirklich?

Kurz gesagt: Wir haben in dieser Leistungsgesellschaft die Tendenz, uns nach vermeintlich “allgemein gültigen Messlatten” auszurichten und uns zudem permanent zu vergleichen. Oftmals ist es dieser Vergleich zu anderen, mit dem wir uns „auspowern“ und damit unser Lebens-Qi erschöpfen.

Erkenne dich selbst!

… stand über dem Eingang des Orakel von Delphi im alten Griechenland. Lerne dich selbst besser kennen. Respektiere, akzeptiere und liebe dich selbst so wie du bist!

Die Nieren sind ein Paar-Organ – wir haben zwei Nieren. Und damit ist dann auch der Bezug von dir zu deiner Umwelt angezeigt. Wenn du zu dir selbst in einer guten, respektvollen, akzeptierenden, liebevollen Beziehung stehst, dann stehst du sehr wahrscheinlich auch zu deiner Umgebung, zu anderen Menschen, Partnern in ebenso einer Beziehung.

Wohltemperierter Respekt und Akzeptanz des eigenen Soseins haben “automatisch” Respekt und Akzeptanz des Soseins eines anderen Menschen zur Folge. Der ganze Stress (der das vorrangige Gift für deine Nieren ist) mit den “allgemeingültigen Messlatten”, mit dem “ewigen Beurteilen und Vergleichen” hört auf.

Bitte fühle in dich hinein, und vergib auf einer Skala von 1 – 10 spontan einen Wert. Wobei 10 “volle Zustimmung” bedeutet und 1  “dem stimme ich gar nicht zu” bedeutet:

  • ein Leben voller Respekt, Akzeptanz und Liebe zu mir selbst und zu anderen wäre ein Leben mit sehr viel weniger Stress als ich ihn im Moment habe.
  • ein Leben voller Respekt, Akzeptanz und Liebe zu mir selbst wäre eine wichtige Unterstützung für meine Selbstheilungskräfte.
  • ein Leben voller Respekt, Akzeptanz und Liebe zu mir selbst und zu anderen fühlt sich nach “Entgiftung” meines jetzigen Lebens an.

Wo auf einer Skala von 1 – 10 befindest du dich – gefühlt – bei der Frage:

  • Wie sieht es mit deinem Respekt dir selbst gegenüber, deiner Akzeptanz für dich selbst und deiner Liebe zu dir selbst aus?

Und auch hier ist es wieder wichtig, dass du dich dir selbst zuwendest, in dich hineinhörst und hineinspürst. DEINE Antworten sind FÜR DICH wichtiger als meine Gedanken zu diesem Thema!

Und wenn du dich fragst: was hat das mit Reizmagen – Reizdarm zu tun, dann bitte schaue dir diese Fragen noch einmal genauer an und spüre in deinen Bauch hinein. “Stress” ist nicht nur für deine Nieren ein großes Thema, sondern ebenso für dein ganzes Verdauungssystem; denn wenn du (ganzheitlich: körperlich – seelisch – geistig) “mehr schluckst als du verdauen kannst” … dann meldet sich dein Magen und/oder dein Darm zu Wort. (… und diese Überforderung verbraucht viel Feuerholz unter deinem Lebenskessel!)

Die letzte der fünf Wandlungsphasen: das Wasser

Nieren und Blase gehören zum Element Wasser. Dies ist das letzte Element oder auch die letzte Wandlungsphase der fünf Wandlungsphasen. In dieser Wandlungsphase geht es um das Loslassen, auch um das Lösen und Erlösen und somit auch um das Sterben. Das Zurückkehren zur Quelle alles Seins. Die einzelnen Wandlungsphasen umfassen nicht nur das Leben als solches, sondern auch Lebensabschnitte. So kann die Wandlungsphase des Wasser z.B. bei einem Umzug oder einem Jobwechsel, dem Ende einer Freundschaft oder einer Beziehung durchlebt werden. Immer dann, wenn es um das Loslassen, das Lösen und auch das Erlösen von etwas “Altem” geht, dürfen wir über das, was gewesen war und jetzt zu Ende geht, nachdenken, es verabschieden und Raum für Neues schaffen. 

Genau diese Prozesse sind die wichtigen Entgiftungsprozesse der Nieren-und-Blasen-Energie:

Loslassen, Lösen, Erlösen
Frei-Raum schaffen für Neues. 

Die Kraft eines gute balancierten (Yin UND Yang Energien in Balance) Wasserelements zeigt sich in

Wahrhaftigkeit, Schlichtheit, Echtheit, Willigkeit und Bereitwilligkeit.

Schließlich geht es um das Ende der Dinge und je bereitwilliger, schlichter und wahrhaftiger wir unseren Weg gehen, desto leichter geschieht dann auch das Loslassen.

Ein aus der Balance geratenes Wasserelement zeigt sich in Starrheit (man denke nur an Altersstarrsinn), Misstrauen, Zynismus aber auch Lethargie, starres Festhalten an Altem, Gewohntem, Selbstverständlichem – und das kann schon in sehr jungen Jahren geschehen, wenn wir z.B. eisern an einem Job festhalten, in dem es uns einfach nicht gut geht oder an einer Beziehung klammern, in der wir uns missbrauchen lassen!

An diesem Punkt im Leben, wenn es darum geht Altes und Gewohntes loszulassen, haben wir die Wahl zwischen dem Leben unseres einmaligen SO-SEINs oder einem starren Verharren in einer „Heimat der Angst“. Es ist also in jedem Fall essentiell, was hier geschieht und was hier entgiftend zu heilen wäre.

Für mich zeigen sich hier sehr deutlich Parallelen zum überreizten Magen, überreizten Darm. Auch hier ist die Botschaft: Bitte lass mal los – ändere dein Leben – das, was hier geschieht tut weder dir noch mir gut. Und sowohl Magen (Erbrechen) als auch Darm (Durchfall) erzwingen dann mitunter dieses Loslassen, dieses Hergeben.

Was uns an die Nieren geht

Leber und Niere leiden still. Nierenerkrankungen machen sich erst dann bemerkbar, wenn die Nierenfunktion schon sehr stark eingeschränkt ist, das bedeutet, dass der Körper schon sehr stark vergiftet ist; denn die Nieren sind ebenso ein wichtiges Entgiftungsorgan wie die Leber. Die Deutsche Nierenstiftung berichtet von 5 bis 10 Millionen Patienten, die nierenkrank sind (wobei ich diese Zahlen in ihrer “Bandbreite” etwas merkwürdig finde, aber clicke auf die rot markierten Worte und du kommst direkt zur Deutschen Nierenstiftung).

Wenn die Nieren ihren Dienst nicht mehr tun können, dann ist der letzte Ausweg vor der Transplantation die Dialyse. Die Dialyse hilft schädliche Stoffe aus dem Blut zu entfernen, die die Niere nicht mehr entfernen kann. Man spricht deshalb auch von Blutwäsche. Es zeigt sich also auch in diesen schulmedizinischen Herangehensweisen wie existenziell wichtig eine gesunde Nierenfunktion für unser Leben ist.

In der TCM zählen die folgenden Symptomatiken zu den „Nieren-Themen“:
> Man steht nicht zu sich selbst
> Man geht in die Knie
> Man hat sich zu viel aufgeladen
> Man stöhnt unter der Last des Lebens.

Aber auch die alten deutschen Volksweisheiten sagen z.B.:
das geht mir an die Nieren – damit ist etwas gemeint, was wirklich substanziell an meine Lebenskraft geht
Man prüft jemanden/oder etwas auf Herz und Nieren – man will diesen Menschen/die Sache genau kennen lernen und genau erforschen, wer er/was es wirklich ist.

Wir leben in einem gesellschaftlichen Selbstverständnis, in dem wir zum einen verlernt haben, dass es in allem, was wir tun (und sind) um unsere INNERE Balance geht, zum anderen haben wir oftmals den Kontakt zu uns selbst und unserem eigenen (guten) Lebensfluss verloren. Beides sind Entwicklungen, die sich langsam in unser Leben einschleichen. Es geschieht im Laufe der Zeit, wenn wir uns zu sehr nach außen richten – wenn wir zu sehr bestrebt sind, das als „Messlatte/Maßstab“ anzusehen, was „man“ tut, obwohl wir sehr klar spüren, dass es uns persönlich damit nicht gut geht. Wenn wir unser Augenmerk zu sehr auf die “äußeren Messlatten” richten, zu sehr versuchen „mitzuhalten“, dann verlieren wir uns selbst, unsere eigene Konstitution, unsere Bedürfnisse, unseren guten Lebensrhythmus aus den Augen. Wir werden krank.

Die Sache mit dem Adrenalin

Einen großen Anteil an diesem Geschehen des Krankwerdens hat das in der Nebenniere gebildete Stresshormon Adrenalin. Adrenalin hilft uns hellwach, aktiv und kampfbereit zu sein. Das ist eine große Hilfe, wenn wir in der Wildnis unsere Nahrung erjagen müssen oder uns gegen wilde Tiere hin und wieder verteidigen müssen, aber … wenn wir permanent mit Adrenalin vollgepumpt sind, weil uns die Kollegen stressen, weil uns der tägliche Verkehrsstau stresst, weil uns unser Job stresst, weil uns die vollen Supermärkte stressen, weil wir denken, nicht so gut wie die anderen zu sein, weil wir Angst haben den “Ansprüchen” (= Messlatten!) nicht zu genügen, weil … weil der ganze Alltag einfach nur Stress ist und Abends brauchen wir dann das Bier oder den Rotwein, um runterzukommen, dann vergiften wir uns selbst an der Art und Weise wie wir leben.

> Wir haben uns zu viel aufgeladen,
> wir gehen in diesem Alltag, den wir denken leben zu müssen, leben zu sollen, weil alle anderen es anscheinend auch tun, in die Knie und
> wir stehen nicht zu dem, was uns gut tut. Wir vergiften uns Tag für Tag. Wir vergiften uns an unserem körpereigenen Adrenalin.

Genau dasselbe Phänomen war auch bei meinen Reizdarm/Reizmagen Patienten zu beobachten:
> sie standen dauernd „unter Strom“
> sie hatten das Gefühl, alles unter Kontrolle halten zu müssen
> sie hatten das Gefühl für ihre eigenen guten Rhythmus verloren …

kurz und rund: auf der Suche nach Anerkennung „da draußen“ waren sie zu „Adrenalinjunkies“ geworden und der Magen oder Darm streikten. Das ist auch einer der Gründe, warum strenge Diäten bei Reizmagen/Reizdarm immer nur sehr kurzzeitig helfen. Es braucht eine generelle Beruhigung, eine gute Art und Weise mit dem eigenen Alltag entsprechend der eigenen Konstitution  umzugehen. Ein Besinnung darauf, was einem selbst eigentlich wirklich gut tut, was einen stärkt und nährt.

Sowohl der Bauch als auch die Nieren, die immer auch den Bezug zu uns selbst und zu unserer Umgebung verarbeiten, sind ein feiner Seismograph, der uns anzeigt, ob wir ein für UNS SELBST gutes Leben führen.

Hier ist eine Übung zum Thema Stress und Entspannung für dich:

 

Raus aus dem Stress! – Lass die Kontrolle los.

Ich habe an mir selbst und mit fast allen meinen Klienten, aber auch im Freundeskreis folgendes Phänomen beobachtet:
Wenn im Leben ein Problem auftaucht – egal ob ganz klein oder gewaltig groß – dann tendieren wir dazu, „die Zähne zusammenzubeißen“ und noch mehr Kraft zu investieren, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Für mich hat das so die Dynamik von „mit dem Kopf durch die Wand gehen“. Diese Haltung braucht viel Adrenalin. Wir gehen in den „Kampf-Modus“.

Die Erfahrung lehrt jedoch, dass wir Probleme wesentlich besser und schneller lösen, wenn wir uns selbst erst einmal Raum verschaffen. Wenn wir in Ruhe und mit Zeit durchatmen und dann beobachten, ob sich vielleicht eine neue Perspektive auf das Problem einstellt.

Also anstatt:
> „die Zügel anziehen und alles noch besser unter Kontrolle bringen“ = noch mehr Adrenalin …
wäre es gesünder und auch sinnvoller:
> „ die Zügel loslassen und die Kontrolle hergeben“ = Ruhe reinbringen, Adrenalin runter, Entspannen – egal wie brennend das Problem sein mag, tief durchatmen IST eine Lösung.

Je mehr wir die Zügel anziehen, Kontrolle ausüben, alles versuchen im Griff zu halten, desto mehr leiden nicht nur unsere Nieren, sondern auch der Darm und der Magen.

Eine kleine Übung für dich

– stelle dir diese Fragen für 7 Tage jeden Tag und beobachte dich selbst:

  • Wie schwer fällt es dir, Kontrolle herzugeben?
  • Wie schwer fällt es dir gerade dann Kontrolle herzugeben, wenn es „problematisch“ wird?
  • Wie häufig hast du bereits in deinem Leben die Erfahrung gemacht, dass es alles sehr viel besser und leichter geht, wenn du entspannt und gelassen bist und dich nicht „verrückt“ machst (oder verrückt machen lässt) ?

Das (vor)letzte Heilmittel für eine kranke Niere ist die Dialyse. Dialyse bedeutet: der Patient muss RUHEN, während eine Maschine sein Blut wäscht.

Jetzt kehrt endlich Ruhe ein!

Zeit für Besinnung.

Zeit zum Entgiften und Altes, Verbrauchtes, Vergiftetes loszulassen.

Muss es wirklich soweit kommen, dass ärztlicher verordneter Weise Ruhe einkehrt? Oder kannst du dir selbst diese Ruhe erlauben, die auch ein Bauch so dringend braucht?!

So kannst du dir selbst und deinen Nieren – sowie auch deinem gereizten Magen und/oder deinem gereizten Darm helfen:

Sorge gut für dich.

Du bist die Expertin, der Experte für dich,
für deinen Bauch,
für dein Leben.

Susann

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HINWEIS: Die Anmeldung für meinen Bauchfreunde-Brief ist bis zum 31. Dezember 2021 deaktiviert, da sich alle bisherigen Abonnenten in einem laufenden Seminar zum Thema „Selbstliebe gibt dir heilenden Freiraum für dich und für deinen Bauch – wie du Selbstliebe säen und pflegen kannst” befinden. Ab dem 01. Januar 2022 kannst du dich an dieser Stelle wieder anmelden. 

Bitte kontaktiere mich persönlich über das Kontaktformular, wenn du nicht so lange warten möchtest und Interesse an dem Seminar oder an meinen Bauchfreunde-Briefen hast.

Über mich

Hallo, mein Name ist Susann Sontag! Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und Diplom Ernährungsberaterin.
Ich habe viele Jahre eine eigene therapeutische Praxis für Psychotherapie und Ernährungstherapie geführt und viele Klienten begleitet. Auf meinem eigenen Weg und in der Begleitung meiner vielen Klienten erlebte ich, was heute auf dem soliden Fundament einer breiten Forschung steht: Heilung ist immer Selbstheilung. Ich biete dir auf meiner Webpage eine große Bandbreite an kostenlosen Informationen, Entspannungsübungen und Videos als Hilfe auf deinem Weg zur Selbstheilung an. Das Nachspüren, Nachdenken und das letztendliche TUN liegt in deiner Hand.

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