Deine Leber und die Qualität deines Lebens

In diesem Blogbeitrag möchte ich mich aus unterschiedlichen Blickwinkeln diesen Fragen widmen:

Wie wichtig ist eine gesunde Leber für die eigene Lebensqualität?

Wie wichtig ist die Leber in dem ganzem „Reizdarm-Reizmagen“-Geschehen?
 

Die Begriffe „Leber“ und „Leben“ liegen nah beieinander. Aber ist uns bewusst, welche Lebenskraft unsere Leber IST (nicht „hat“!) und wie ungeheuer wichtig sie für alle Prozesse im Körper ist? Wissen wir, dass sie eines unserer Hauptengiftungsorgane ist? Was bedeutet „Entgiftung“ eigentlich – wie sieht „Vergiftung“ denn aus?

Du findest am Ende dieses Beitrags zwei pdf Dateien, in denen ich dir einige Krankheitsbildern und einige Tipps zur Leberpflege zusammengefasst habe. Du kannst die Dateien kostenlos runterladen oder einfach im Browser öffnen.

Vergiftung und Entgiftung

Alles, was wir aufnehmen hat eine Wirkung auf unser ganzes Leben. Unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Ernährung. Aber ebenso Begegnungen mit anderen Menschen – Situationen, die wir erleben – Erfahrungen, die wir machen – das Klima, in dem wir leben – die Nachrichten, die wir hören oder nicht hören.
Unser Körper ist ein Wunderwerk an ausgeklügelter „Abwehr“, um zum Beispiel nicht an jedem Virus zu erkranken, der herumschwirrt. Gleichzeitig braucht dieses “Abwehrmeisterwerk” jede Menge Pflege – sprich: „Entgiftung“, um den Körper gesund und funktionsfähig zu halten, damit die “Abwehr” gut funktioniert.

Stell dir den Körper vor wie eine Küche. Du schleppst Nahrungsmittel, Getränke, Freunde und vieles andere mehr Tag für Tag in deine Küche. Wenn du regelmäßig Tag für Tag die Nahrungsreste, die Verpackungen, die Krümel in den Müll entsorgst, das schmutzige Geschirr abwäschst, einmal gründlich durchfegst und die Freunde nach Hause schickst, dann hast du langfristig mit relativ wenig Aufwand immer eine aufgeräumte Küche.
Wenn du allerdings die Verpackung der Tiefkühlpizza einfach nur zur Seite schiebst, die schmutzigen Teller irgendwo irgendwie sich selbst überlässt, die leeren Flaschen und die Krümel auf dem Boden rumliegen lässt und die Freunde dürfen tage- und nächtelang feiern, quatschen, essen, trinken, dann hast du relativ schnell eine sehr zugemüllte Küche. Und dann brauchst es Bemühen und Arbeit deine Küche wieder „Klarschiff“ zu bekommen.

Empfohlene Blogbeiträge zum Weiterlesen:
Selbstfürsorgetest
Psyche und Bauch

Empfohlener Podcast zum entspannten Zuhören:
Ein Leben in Wertschätzung

Deine Leber und deine Nieren (dazu gibt es später einen eigenen Blogbeitrag) sind die „Putzkräfte“ in deinem Körper. Sie sorgen dafür, dass dein Körper “aufgeräumt“ und „sauber“ bleibt. Doch wenn du dich über lange Zeit „zumüllst“, dann sind sie überfordert und ein Tanz der unterschiedlichen Symptomatiken beginnt.

Das Yin und Yang der Leber und die Pflege deines Lebens

 

Hildegard von Bingen sprach von der „Grünkraft“, die der Leber innewohnt. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird die Leber – der Leberfunktionskreis – dem Element Holz und damit auch dem Frühling zugeordnet. Zum Element Holz gehört auch der Galle-Funktionskreis.

Als ich mit der Ernährungsberatung begann vor über 30 Jahren, war ich sehr an der Ernährungsphilosophie der TCM interessiert. Damals kamen auch die ersten Bücher auf den Markt, die sich mit der „Fünf-Elemente-Ernährung“ beschäftigten. Ich fand ein Buch, das leider nicht mehr im Markt ist, wo die großen Zusammenhängen der 5 Elemente oder auch 5 Wandlungsphasen erklärt wurde und mir wurde bewusst, dass es eben nicht nur z.B. um Zitrone und Petersilie in der Ernährung geht, die zum Element Holz gehören, sondern dass die Zusammenhänge viel größer, viel ganzheitlicher sind. Ich begann diese Zusammenhänge im Laufe der Jahre immer intensiver zu studieren.
Hier interessiert uns jetzt lediglich die Aussage: Ein aus der Balance geratenes Holzelement hat auch Auswirkungen auf die Psyche (wie alle anderen Elemente auch), zudem zeigt es z.B. auch Seelenmuster auf, die in Not sind und vieles andere mehr.

Einzelne Funktionskreise (Holz = Leber-Galle | Feuer = Dünndarm-Herz | Erde = Magen-Milz | Metall = Dickdarm-Lunge | Wasser = Niere-Blase) beinhalten einzelne Themen, die ganzheitlich im Leben jedes Menschen auftauchen können. Alle Funktionskreise sollten innerhalb ihrer selbst aber auch im Gesamtkontext aller fünf Elemente oder auch “Wandlungsphasen” in Balance sein.
Gut ausgebildete TCM Therapeuten verstehen und begleiten ihre Patienten dahin, dass die Philosophie der TCM ist:
Gesund zu bleiben – also Vorsorge!

In unserem westlichen Denken geht es jedoch eher darum, Krankheiten zu heilen im Sinne von “gegen die Krankheit kämpfen” (Anti-Biotika, Anti-Depressiva, etc.).
Im östlichen Denken ging es über viele Jahrtausende darum, gar nicht erst krank zu werden. Also eine LEBENSPFLEGE zu betreiben, die den Menschen ganzheitlich gesund hielt. Körper – Seele – Geist. Der zugrunde liegende Gedanke war der, dass die Kunst eines gesunden Lebens eher darin besteht MIT den auftretenden Phänomen, mit den Bewegungen des Lebens mitzugehen, sie zu beobachten und verstehen zu lernen, als GEGEN sie zu Felde zu ziehen.

Die Themen, die mich hier interessieren, die zum Funktionskreis von Leber und Galle gehören sind unter anderen die Themen:
„Freiheit“,
„Klarheit“,
„Aufbruch und Neugier“ (Stoff-WECHSEL!),
„sich abgrenzen“
und das große Thema: „keiner muss müssen“.

Alle diese Themen sehe ich gerade bei Reizmagen-Reizdarm-Patienten. Gerade das große Thema des Drucks, des “Müssens” zeigte sich eigentlich bei allen meinen eigenen Klienten. Aber auch der Wunsch nach Freiheit, Klarheit, nach einem “eigenen” im Sinne von “selbstbestimmten” Leben war bei allen meinen Klienten sehr ausgeprägt.

Es geht um Balance und Schwingungsfähigkeit

In allen Themen sind immer Yin UND Yang präsent.
ZWEI Pole, die MITEINANDER in Bewegung sind.
Sind beide Kräfte ausgeglichen und balanciert miteinander in Bewegung, dann wird aus dem YinYang eine doppelspiralige Bewegung.  Und diese Bewegung ist in der Natur zu beobachten: Hell UND dunkel –  Innen UND außen – oben UND unten – alte Äste am Baum UND junge Triebe –  krank UND gesund. Alles existiert miteinander und gleichzeitig.

Alles fließt ineinander. Alles schwingt miteinander. Es geht um diese Balance im Leben.

Dieser Gedanke des Schwingens wird auch von der Psychotherapie aufgenommen, wo wir von „Schwingungsfähigkeit“ sprechen. Schwingungsfähigkeit, die dem Menschen eine gute Resilienz gibt – eine gute Widerstandkraft. Schwingungsfähigkeit, die Teil unserer menschlichen Natur ist und jedem Menschen zu eigen ist. Schwingungsfähigkeit, die aber auch weniger werden kann oder ganz verloren gehen kann, wenn das eigene Leben aus der Balance gerät, wenn wir z.B. stagnieren.

Die TCM sieht das so: Ist ein Pol stärker als der andere, dann ist es logisch, dass der andere Pol schwächer ist, und alles gerät aus der Balance. Die Schwingungsfähigkeit verringert sich.

Das Holzelement in Balance

Ein Mensch, dessen Leber- und Gallefunktionskreis in Balance ist, ist zuversichtlich, klar und ausdrucksvoll. Das zeigt sich auch im Strahlen seiner Augen. Er drückt sich klar und hörbar aus. Dabei ist er freundlich, kreativ, aber auch entschieden.

Übung:

Um ein Gefühl für eine gut balancierte Qualität des Leber-Galle-Funktionskreises zu bekommen, kannst du dir diese Fragen stellen und nachfühlen, welche Antworten in dir entstehen:
* Wie empfindest du den Frühling als Jahreszeit?
* Genießt du die länger werdenden Tage – das Licht – die Sonne, den Vogelgesang, der nur im Frühling so laut und vielfacettig ist – genießt du die Frühlingsfarben der Bäume und Blumen – kannst du die Kraft spüren, in der jetzt auf einmal sprießt und die Natur vorantreibt nach dem langen Winter?
* Oder leidest du eher unter Frühlingsmüdigkeit – Frösteln – Antriebslosigkeit – hast schon wieder eine Erkältung und magst den Wechsel von Temperaturen, Sonne, Regen, manchmal Schnee und Nachtfrost so garnicht?

Forsche in dir nach, wie du den Frühling wahrnimmst. Gib dir Raum für deine ganz persönliche Wahrnehmung. Urteile nicht. Beobachte einfach nur.

Empfehlung Podcast zum Runterkommen und Entspannen:
Halte inne und nimm dich selbst wahr

Wenn die Leber gestaut ist

„Leber-Qi-Stauung“ ist gerade in unserem westlichen Lebenskontext eine sehr häufig Diagnose der TCM. Die Lebenskraft der Leber ist gestört, gestaut und das bedeutet, dass der gesamte Stoffwechsel in Mitleidenschaft gezogen ist. Aber auch unser Leben ist in Mitleidenschaft gezogen. Unser Leben selbst ist gestaut. In unserem “gestauten” Leben herrscht z.B. viel Routine, viel Stress. Oder vielleicht ist es auch andersherum: ein Leben mit viel Routine, viel Stress, viel Termindruck führt über kurz oder lang zu ganzheitlichen Stauung. Da ist nicht viel übrig von der sprießenden,  lebensbejahenden Kraft des Frühlings.
Wir stecken fest:
in Jobs, die wir nicht mögen,
in Beziehungen, unter denen wir leiden,
in einem Leben, das wir vorwiegend als anstrengend empfinden.

In der TCM gehören die Augen und ihr Ausdruck, die Wut, das Rumschreien, Intoleranz, Aggressionen zu den Symptomatiken einer leidenden Leber. Eine leidende Leber zeigt sich auch in der europäischen Schulmedizin in den Augen – oftmals ist das Weiß der Augen gelblich verfärbt. Und die Wut, das laut Rumschreien hat auch im europäischen Kontext seinen Sitz in der Leber. Menschen mit gestauter Lebensfunktion (die auch die europäische Schulmedizin kennt) sind wandelnde Vulkane voll Wut und Frust (Gift und Galle speien), bevor sie erlöschen und nur noch müde sind. Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit.

In den alten Volksweisheiten findet man diese Aussagen:

Da läuft einem eine Laus über die Leber.
Man wird gelb vor Neid.
Da kommt einem die Galle hoch.
Gift und Galle speien.
Galle bitter … Usw.

Unsere Leber leidet nicht nur unter übermäßigen Alkohol-, Zucker-, Fettkonsum, sondern auch wenn wir Stress haben, wenn wir uns ärgern, wenn wir Termindruck haben … Kurz und rund: wenn wir ein ganz normales deutsches Leben führen.

Wenn die Leber über längere Zeit gelitten hat (und sie leidet lange leise!) kommt es zu Gallensteinen, Gallenblasenerkrankungen, Gallenzysten und anderem mehr. Mehr als 190.000 Gallenblasenoperationen werden pro Jahr in Deutschland durchgeführt. 300-500 Patienten sterben nach der OP.

Ein Klinikum wirbt mit diesem Satz auf seiner Webpage: „Die Gallenblasenoperation (Cholezystektomie) ist heute ein Routineeingriff mit ausgezeichneten Ergebnissen…“  – Wirklich?
Wollen wir wirklich Routineoperationen anstelle einer ganzheitlichen Leberpflege/Lebenspflege?

Woran wir wirklich leiden

Aus meiner Erfahrung sowohl mit mir selbst als auch als Ernährungsberaterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit meinen Klienten leidet “der Mensch” immer ganzheitlich. 

Wir können nicht Alkohol reduzieren und uns parallel konstant über irgendwas aufregen und hoffen, dass wir mit diesem Schritt der Alkohol Reduktion nun der Leber geholfen hätten. Wir sind immer ein “Gesamtkunstwerk”: Körper – Seele – Geist – Lebenserfahrungen – Lebenswahrnehmungen – das Umfeld, in dem wir uns bewegen – die Jahreszeiten – das Klima … alles, alles spielt mit rein. Wir dürfen in allen Bereichen unser Leben und damit unsere Leber pflegen.

Schauen wir auf unsere Ernährung:

Aus meiner Sicht leiden wir zum einen an einer wirklich schlechten Ernährungsform, die aus einem Ernährungsselbstverständnis erwachsen ist, das der Leistungsgesellschaft geschuldet ist. Die Großmütter meiner Generation gingen mit Nahrungsmitteln und Ernährung noch sehr anders um. Schau bitte einfach nur einmal in einen Supermarkt wieviel Fläche frischem Obst und Gemüse zur Verfügung steht und wie viel Fläche NahrungsPRODUKTEN (“super processed food” im Englischen) zur Verfügung steht: Zucker, Weißmehl, Fleischprodukte (Wurst & Co.), Fertigprodukte gehören so selbstverständlich zu unserem Alltag, dass wir darüber gar nicht nachdenken. Regale voll Süßkram und Alkohol, die das Leben „erträglicher“ machen sollen und unserer Leber Schwerstarbeit abverlangen.

Bitte frage dich:

1. Wieviel lebendige Nahrung (frisches Gemüse, frisches Obst, Getreide, Kräuter) hast du in den letzten 3 Tagen eingekauft, zu Mahlzeiten verarbeitet und zu dir genommen?
2. Wie viele Fertigprodukte, Snacks, Süßigkeiten, gesüßte Getränke, Kuchen, Schokoriegel, das Glas Wein/Bier am Abend, die Zigarette in den Arbeitspausen hast du in den letzten 3 Tagen zu dir genommen?
In welchem Verhältnis stehen Punkt 1 und Punkt 2 zueinander?
Wenn du eine 50/50 Verhältnis hast, dann ist das schon ziemlich gut. 70/30 wäre grandios.
Bei den meisten meiner Klienten war es jedoch umgekehrt 30/70 =>  30% lebendige Nahrung – 70% aus der riesigen Palette von “super processed food”, die sich hinter Punkt 2 verbirgt.

Genauso ist es mit Stress, mit zu vielen Terminen im Kalender, mit Hektik, mit Ärger und Anspannung. Auch diese Phänomene gehören irgendwie für die meisten Menschen zu einem ganz „normalen Alltag“ – oder wie viele Menschen sagen: „Der ganz normale Wahnsinn.“

Wusstest du, dass die Leber „Stress“ und “übervolle Terminkalender” – Menschen, die wir nicht mögen – Gespräche, die uns vergiften, genauso entgiften muss /als Müll aus dem Körper entsorgen muss, wie Zucker, Alkohol, Tabletten, Drogen?

Empfehlung Podcast – nimm dir Zeit für dich:
Leidest du unter Stress-Demenz?

Und noch eine kleine Übung für dich

Bitte frage dich:

  1. Woran leidest du in deinem Alltag? (Vielleicht deine ganz spontanen Antworten ebenso spontan aufschreiben.)
  2. Wie sieht deine Ernährung aus – genau – ganz genau? (Auch am besten aufschreiben)
  3. Was ist mit deiner psychische Belastung und Belastbarkeit – wie viel Stress erleidest du – wie viel Entspannung gönnst du dir – wie viel bewegst du dich z.B. mit Sport oder Spazierengehen? (Am besten auch aufschreiben – und wisse das ganz besonders dieser “Vergiftungs-Entgiftungspunkt” eine große Rolle spielt, wenn du unter Reizmagen oder Reizdarm leidest!)
  4. Wie viele „Stattdessen“ gibt es in deinem Alltag? (Situationen, die du nicht magst, die du dir trotzdem zumutest. Situationen, in denen du „stattdessen lieber“ etwas anderes erleben würdest.) 

Entlaste deine Leber und belebe dein Leben

Wie kannst du dir helfen?

Vor allem MIT GEDULD! Eine Leber, die über Jahre, ja vielleicht Jahrzehnte überlastet wurde, entlastest du nicht in wenigen Tagen.

Geduld und Aufmerksamkeit sind gefragt:

Beobachte dich in deinem normalen Alltag – was tut dir nicht gut – was tut dir gut?

  • Kannst du das, was dir gut tut (z.B. lebendige Ernährung, Bewegung, Entspannung, freundliche Gedanken, wertschätzende, ruhige, unterstützende Menschen um dich herum) verstärken?
  • Kannst du das, was dir nicht gut tut, nach und nach aus deinem Leben entfernen?

Nehmen wir wieder das Bild der Küche. Du erstickst in Plastikmüll. Was sind die Alternativen? Vielleicht kannst du Plastikflaschen durch Glasflaschen ersetzen oder auch einfach nur das Wasser aus dem Hahn nehmen? Vielleicht kannst du Plastikverpackung dadurch ersetzen, dass du vergleichbare Nahrungsmittel unverpackt kaufst? Was könntest du tun, um Plastikmüll zu reduzieren? Was kannst du weglassen – was könntest du stattdessen einführen oder verstärken?

Das sind eigentlich genau die Fragen, die sich bei einer leidenden Leber auch stellen:

  • Was kannst du weglassen
  • Was könntest du stattdessen einführen oder verstärken?

Je konkreter du mit deinen Antworten bist, desto eher hilfst du dir selbst … es würde deiner Küche auch nicht weiterhelfen einfach nur zu festzustellen, dass es zu viel Plastikmüll in deiner Küche gibt. Du brauchst konkrete Lösungen.

Vielleicht magst du dir dazu unser Tacheles & Tee Gespräch anhören:
K.I.S.S. – Keep it simple stupid

Das Mantra lautet:

Ich reduziere das, was mich vergiftet und krankmacht.
Ich vermehre das, was mich stärkt, nährt und heilt.
Ich bin ganz konkret in meinem Tun.

Oder schlicht und ergreifen: ich sorge dafür, dass mein Körper, meine Seele, mein Geist “aufgeräumt” sind und bleiben.

Lebenspflege und Entgiftung

Es gibt dann zusätzlich viele Möglichkeiten, deine Leber durch Tees, Diäten und Kuren zu entgiften. Das würde diesen Blogbeitrag sprengen. Die Angebote sind unüberschaubar vielfältig und jeder Anbieter wirbt damit, dass er die „einzig richtige Kur“ für dich hat.
Glaube bitte NICHT an Heilsversprechen, sondern fühle für dich selbst, was sich FÜR DICH heilend, nährend, kraftvoll, reinigen, regenerierend anfühlt! FÜHLE! Vor allem sollte es für dich LEICHT gehen!
**Ich habe dir eine pdf Datei zum kostenlosen Runterladen angehängt, die dir ein paar Tipps gibt, wie du deine Leber sanft unterstützen kannst.

Radikalkuren können helfen – also es scheint, wenn man der Werbung glauben darf, viele Menschen zu geben, denen sie helfen. Aber frage dich und fühle genau in dich hinein: sind sie FÜR DICH wirklich der richtige Weg? Und vor allem frage dich: wie radikal bist du bereit und in der Lage, deinen Alltag zu ändern?
Wenn du nur diese Radikalkur machst und dann genau zu dem Alltag zurückkehrst, der dich so krank gemacht hat, dann belastet es deine Leber mehr, als das es ihr hilft.

Meine Tipps:

  • Gehe langsam – du hast lange gebraucht, deine Leber zuzumüllen – ein paar Wochen mehr machen den Kohl nicht fett.
  • Lerne, dich aufmerksam zu spüren – Tag für Tag. (Empfehlung Podcast – meditative Übung: Entspannung und Heilung für deinen Bauch)
  • Stelle deine Ernährung achtsam und langsam auf mehr lebendige Nahrungsmittel um.
  • Prüfe deinen Alltag, deine Tätigkeiten, die Menschen, die dich umgeben – tun sie dir gut? – stärken und nähren dich deine Tätigkeiten, deine Freunde? – stelle auch hier langsam und achtsam um.
  • Trenne dich von „giftigen“ Tätigkeiten und Menschen. (Empfehlung Podcast: du musst nicht müssen)
  • UND vor allem: Sei geduldig und liebevoll mit dir selbst.
    (Empfehlung Podcast – meditative Übung: Dankbarkeitsübung)

Die Leber hat eine große Heilkraft – sie kann sich auch nach Jahrzehnten des Missbrauchs komplett regenerieren. 

Und was hat  eine leidende Leber mit Reizmagen – Reizdarm zu tun?

Ich bin davon überzeugt, dass eine gesunde Leber ein wichtige Voraussetzung für einen gesunden Darm ist. Unsere Leber ist eigentlich der Alleinversorger für unser Gehirn und sie ist gleichzeitig der Verwerter und Entsorger für unseren Stoffwechsel. Wenn unser Gehirn gut versorgt ist und der Stoffwechsel gut genährt und Stoffwechsel-Müll entsorgt ist, dann haben Magen und Darm sehr gute Voraussetzungen zu einer entspannten Tätigkeit (auch weil wir gedanklich und gefühlsmäßig nicht mehr “vermüllt” sind.).

Gleichzeitig sehe ich, dass die Symptomatiken parallel laufen:
das, was Magen und Darm reizt, ist auch genau das, was die Leber belastet. So kann es aus meiner Wahrnehmung eigentlich keine Reizmagen-Reizdarm-Symptomatik geben, ohne dass es nicht gleichzeitig auch eine belastete, gestaute Leber gäbe.

Ich bin auch aus meiner eigenen Krankengeschichte heraus der Überzeugung, dass eine gesunde kraftvolle Leber (und auch gesunde Nieren – dazu später mehr), ein wichtiger Grundbaustein ist, um das Geschehen in deinem Bauch zu balancieren.

Solltest du dich bisher noch nicht aktiv um deine Leber gekümmert hat, beginne doch in ganz kleinen Schritten jetzt damit:

Achte auf:

Frische Luft
Guten Schlaf
Gutes Wasser (möglichst heiß)
Lebendige Nahrung
Echte Freunde
Stille

Du findest hier zwei pdf. Dateien mit ein paar Tipps angehängt, die du kostenlos öffnen und auch runterladen kannst. 

Sorge gut für dich.

Du bist die Expertin, der Experte für dich,
für deinen Bauch,
für dein Leben.

Susann

Weitere Beiträge

Gesundheit und Leben pflegen

Im alten China ebenso wie in Indien war es die Aufgabe der Ärzte und Heiler, den Menschen zu zeigen, wie sie gesund bleiben konnten. Wir brauchen Bewusstheit, um mit uns selbst, unserem Leben und unserer Gesundheit achtsam umzugehen. Hier findest du Fragen und Gedanken zu deinem Alltag.

Jetzt lesen »

Die Nieren – Vom Loslassen, Lösen und Erlösen

Die Nieren sind in der TCM ein zentraler Ort. Hier ist der Speicher für unsere ererbte Lebenskraft, unsere Lebensenergie, unser Qi. Dieses Qi bestimmt unsere einmalige „Konstitution“, die entscheidend mitbestimmt, in welcher Qualität wir unser Leben leben können. Dein Umgang mit deiner einmaligen Konstitution hat großen Einfluss auf Reizmagen / Reizdarm.

Jetzt lesen »

Ein Brief an dich und deinen Bauch

Ich freue mich, wenn du meine kostenlosen “Briefe an meine Bauchfreunde und Bauchfreundinnen” abonnierst. Diese Briefe sind sehr persönlich gehalten. Ich lade dich alle 4 – 6 Wochen ein, mit mir gemeinsam Themen der Zeit zu betrachten. Ich möchte dich animieren, neu hinzuschauen und dich auf kleine Alltagsabenteuer einzulassen. Gerne kannst du mir auch deine Gedanken und Fragen zu den Themen per E-Mail schicken. Hier kannst du dir ein Beispiel anschauen.

Über mich

Hallo, mein Name ist Susann Sontag! Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und Diplom Ernährungsberaterin.
Ich habe viele Jahre eine eigene therapeutische Praxis für Psychotherapie und Ernährungstherapie geführt und viele Klienten begleitet. Auf meinem eigenen Weg und in der Begleitung meiner vielen Klienten erlebte ich, was heute auf dem soliden Fundament einer breiten Forschung steht: Heilung ist immer Selbstheilung. Ich biete dir auf meiner Webpage eine große Bandbreite an kostenlosen Informationen, Entspannungsübungen und Videos als Hilfe auf deinem Weg zur Selbstheilung an. Das Nachspüren, Nachdenken und das letztendliche TUN liegt in deiner Hand.

Meine neuen Bücher

Schön, dass du dich für meinen Bauchfreunde-Brief entschieden hast!

Bitte schau in dein E-Mail-Postfach
und bestätige deine Anmeldung.

Diese Website verwendet Cookies, um dein Nutzungserlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklärst du dich damit einverstanden. Wenn du mehr erfahren möchtest, schaue in meine Datenschutzbestimmungen.