Finde das, was dir gut tut

Die Zeit, in der wir leben

Wir leben in einer sehr hektischen, “überaufgeregten” Zeit. Wir stehen oftmals unter großem Druck. Wir sind überflutet mit Informationen und fühlen uns von vielem zur “Reaktion” aufgefordert, in Anspruch genommen, geängstigt, aber auch begeistert und vieles mehr. Ich sehe oft so einen PingPong-Ball, der hin- und hergespielt wird. Wir merken gar nicht, dass wir manchmal ganz im “außen” von anderen, von Situationen “bespielt” werden und uns selbst verloren gehen.

Der grundehrliche Bauch

Mitunter (Oftmals … Meistens) ist es der eigene Bauch, der unsere Aufmerksamkeit zurück nach innen lenkt. Der ehrliche Bauch zwingt uns auf die eine oder andere Art und Weise zum Innehalten. Zum Beobachten, was eigentlich gerade mit uns los ist. Und wir merken, dass uns das nicht gut tut, was uns gerade so begeistert oder ängstigt. Mitunter merken wir das auch erst ein bisschen später und können dann die Situation noch einmal mit Abstand ansehen und in den Bauch hineinfühlen. Und vielleicht merken wir  mit etwas Abstand und Reflektion auch, dass die ganze Aufregung (positive – negativ) oftmals völlig unnötig oder umsonst gewesen war.

Eine meiner Klientinnen brachte es mal so kurz und treffend auf den Punkt: “Ich verstehe mich selbst nicht. Warum sage ich “Ja”, wenn ich eigentlich “Nein” fühle und auch meine?”

Ein andere andere Klient sagte: “Ich bin unglaublich müde von allem. Gruppen-müde, Beziehungs-müde, Job-müde, Leistungs-müde, Alltags-müde, Nachrichten-müde, Selbstoptimierungs-müde. Einfach nur schrecklich müde.”

Geht dir das auch so, dass du ganz häufig das Gefühl HINTERHER hast: “Nee, das tat mir nicht gut und ich wusste es eigentlich von vorneherein!” – ?

Manchmal ist es gar nicht so leicht, das eigene gute Maß zu kennen.  Das zu kennen und/oder wieder aufzufinden, was DIR – und nur dir – gut tut. Wohl tut. Eine Wohltat ist. Du darfst da wirklich in ein Gespräch mit deinem Bauch gehen – in ein Hineinfühlen und Hineinhorchen. Die Antworten liegen in dir!

JETZT ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, dir Zeit für dich zu nehmen.  Zeit zur Reflektion, zum Hineinfühlen, Hineinhorchen. 😊

Ich lade dich ein und gebe dir ein paar Ideen so als “Anschubser”.

Beginne hier

Am besten du “denkst” mit Hilfe von einem Stift und einem Papier:

📝  Dein eigenes gesundes Maß. 
📝  Dein Wohlfühlbereich.
📝  Das, was dir gut tut.

Welche ersten Gedanken, inneren Bilder und/oder Impulse hattest und hast du, wenn du diese drei Sätze liest?
Der Schmetterling lädt dich ein zum Innehalten, Notizen machen, in dich hineinfühlen.

Kleiner Gedanken-Anschubser Nr. 1
Akzeptieren was ist und staunen:

Was hilft?
Aus meiner Erfahrung mit mir selbst und mit meinen Klienten hilft beobachtende Aufmerksamkeit.
👁  Jedes Mal, wenn du dir bewusst wirst, dass du gerade etwas “doch” getan hast, was du eigentlich nicht tun wolltest, akzeptiere, dass es so ist. 
👁  Jedes Mal, wenn du dir bewusst wirst, dass du dich gerade in einer Situation befindest, die dir wirklich Unbehagen macht, ja vielleicht leidvoll oder gar schmerzvoll ist, akzeptiere, dass es so ist.
👁  Jedes Mal, wenn du dich das Gefühl hast, dass du Gruppen-müde, Beziehungs-müde, Job-müde, Leistungs-müde, Alltags-müde, Nachrichten-müde, Selbstoptimierungs-müde, einfach müde von deinem Alltag bist, akzeptiere, dass es so ist.

Du hast bereits einen großen Schritt in Richtung Wohlbefinden getan, in dem Moment, wo dir bewusst geworden ist, dass du dich in der Situation befindest, in der du dich befindest UND dass es gerade genauso wie es ist (denn es IST ja!).
Es bedeutet: Du akzeptierst das, was ist.

Steter Tropfen höhlt den Stein! Und nachdem du 10 bis 300 Mal festgestellt hast, dass ist, was ist und es liebevoll akzeptiert hast, wirst du auf einmal staunend feststellen, dass du in letzter Zeit eigentlich sehr häufig so gehandelt hast, wie es deinem eigenen Wohlbefinden zugute kam. *Staun* 😊

Du wirst dann vielleicht auch feststellen, dass du immer sicherer wirst und immer klarer und besser weißt, was dir gut tut und was nicht.

Und dann stellst du fest, dass du immer sicherer NICHT mehr in Situationen landest, die dir nicht gut tun! Du hast auf einmal einen anderen “Lebenskompaß” an Bord.

(… und vielleicht hast du dieses Phänomen bereits an dir beobachtet, dass es Zeiten gab, in denen alles sehr leicht ging und du innerhalb des Wohlfühlens geblieben bist?)

Nimm dir hier ein wenig Zeit, um mal nachzuspüren wie es dir so in den letzten Wochen ging. 

 

Kleiner Gedanken-Anschubster Nr. 2
Vergleiche dich nicht.

Dein persönliches Wohlbefinden hat sehr viel mit deinem eigenen “Maß” zu tun. Dieses besondere eigene “Maß”, das in jedem Leben einmalig ist und sich mit nichts anderem vergleichen lässt.

Ich lebte einige Zeit in Bangkok und hatte dort ein Lieblingsrestaurant. Meine thailändischen Freunde erklärten mir, dass sie da nie essen gehen würden, weil alle Speisen hoffnungslos versalzen seien. Ich als bekennender “Salzjunkie” hatte also auf Anhieb (m)einen Ort gefunden, wo ich mich essenstechnisch mit Thai-Essen sehr wohl fühlte, meine Thai Freunde allerdings nicht.
Mein eigenes Maß.
Mein Wohlfühlbereich.

Das persönliche Maß durchzieht ALLES – wie du dich kleidest, mit welchen Klimaten du dich wohlfühlst, wann du am liebsten aufstehst was du am liebsten isst, wie du schläfst, aber auch welche Menschen dir sympathisch sind und welche nicht, etc. –

Für mich ist diese Thailand-Essens-Erfahrung nur ein Beispiel unter sehr vielen, die mir zeigen, wie unterschiedlich wir Menschen sind, welche unterschiedliche Maßstäbe wir in kleinsten, subtilsten Alltags-“Normalitäten” haben und für unser “Wohlfühlen” auch brauchen.

Sage JA zu dir,
zu deinen Wohlfühl-Maßstäben
und vergleiche dich nicht mit anderen – NIE!

Du bist einmalig!

Gedanken-Anschubser Nr. 3
schau dir bestimmte Lebensbereiche genauer an. 

Wie sieht es in deinen einzelnen Lebensbereichen mit deinem Gefühl für dein eigenes gesundes Maß aus? Ich habe dir eine kleine Liste gemacht, aber ganz sicher, gibt es noch mehr Bereiche als diese in deinem Leben 😊:

♥ Ernährung
♥ Bewegung
♥ Interessen
♥ Hobbies
♥ Begabungen
♥ Tempo und Rhythmus
♥ Klima und Temperaturen
♥ Schlafbedarf
♥ Farbtöne

Nimmer dir Zeit. Ergänze diese Liste. Spiele mit dieser Liste.

Dein eigenes, gesundes Maß ist dort,
wo du dich wohlfühlst.
Nur du kennst dein gesundes Maß. 
Vertraue dir selbst.

 

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Über mich

Hallo, mein Name ist Susann Sontag! Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und Diplom Ernährungsberaterin.
Ich habe viele Jahre eine eigene therapeutische Praxis für Psychotherapie und Ernährungstherapie geführt und viele Klienten begleitet. Auf meinem eigenen Weg und in der Begleitung meiner vielen Klienten erlebte ich, was heute auf dem soliden Fundament einer breiten Forschung steht: Heilung ist immer Selbstheilung. Ich biete dir auf meiner Webpage eine große Bandbreite an kostenlosen Informationen, Entspannungsübungen und Videos als Hilfe auf deinem Weg zur Selbstheilung an. Das Nachspüren, Nachdenken und das letztendliche TUN liegt in deiner Hand.

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