Dein gesundes Maß

Manchmal ist es gar nicht so leicht, das eigene gute Maß zu kennen. Wir leben in einer sehr hektischen Zeit. Wir sind überflutet mit Informationen und fühlen uns von vielem aufgefordert, in Anspruch genommen und auch begeistert, dass wir manchmal ganz im “außen” verloren gehen.  Mitunter ist es dann unser Bauch, der unsere Aufmerksamkeit zurück nach innen lenkt. Und wir merken, dass uns das, was uns zuerst einmal so begeistert hat, eigentlich nicht gut tat. Eine meiner Klientinnen brachte es mal so kurz und treffend auf den Punkt: “Ich verstehe mich nicht. Warum sage ich “Ja”, wenn ich eigentlich “Nein” fühle und auch “Nein” meine?” – Ein andere andere Klient sagte: “Ich bin unglaublich müde von allem. Gruppen-müde, Beziehungs-müde, Job-müde, Leistungs-müde, Alltags-müde.”

Geht dir das auch so, dass du ganz häufig das Gefühl HINTERHER hast: “Nee, das tat mir nicht gut und ich wusste es eigentlich von vorneherein!” – ?

Jetzt, wo die ganze Welt zum Stillstand kommt wegen eines klitzekleinen Virus – JETZT ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, dir Zeit für dich zu nehmen. Ich lade dich ein und gebe dir hier nur ein paar Ideen so als “Anschubs”.

Vertraue dir selbst!

Vertraue darauf, dass alle Antworten bereits in dir liegen, alles was du brauchst ist Zeit und die hast du jetzt.

Dein eigenes gesundes Maß. 
Dein Wohlfühlbereich.
Das, was dir gut tut.

Welche ersten Gedanken und Impulse hattest und hast du, wenn du diese 3 Sätze liest?
Der Schmetterling lädt dich ein zum Innehalten, Notizen machen, in dich hineinfühlen.

Kleiner Gedanken-Anschubser Nr. 1
Annehmen was ist und staunen:

Was hilft?
Aus meiner Erfahrung mit mir selbst und mit meinen Klienten hilft Aufmerksamkeit. Jedesmal, wenn du dir bewusst wirst, dass du gerade etwas “doch” getan hast, was du eigentlich nicht tun wolltest, akzeptiere, dass es so ist. 

Du hast bereits einen großen Schritt in Richtung Wohlbefinden getan, indem dir bewusst geworden ist, dass du gerade (wieder einmal) nicht so gehandelt hast wie du es eigentlich wolltest. Steter Tropfen höhlt den Stein! Und nachdem du das 10 oder 30 Mal festgestellt und liebevoll akzeptiert hast, wirst du dann auf einmal staunend feststellen, dass du in letzter Zeit eigentlich sehr häufig so gehandelt hast, wie es deinem eigenen Wohlbefinden zugute kam. Du wirst vielleicht auch feststellen, dass du immer sicherer wirst und immer klarer und besser weißt, was dir gut tut und was nicht.

Hast du dieses Phänomen bereits an dir beobachtet, dass du seit einiger Zeit immer klarer und besser weißt, was dir gut tut? Nimm dir hier ein wenig Zeit, um mal nachzuspüren wie es dir so in den letzten Wochen ging. ;-).

Kleiner Gedanken-Anschubster Nr. 2
dein eigenes Maß ist dein eigenes Maß – vergleiche dich nicht.

Dein persönliches Wohlbefinden hat sehr viel mit deinem eigenen Maß zu tun. Dieses besondere eigene Maß, das in jedem Leben einmalig ist und sich mit nichts anderem vergleichen lässt. Ich lebte einige Zeit in Bangkok und hatte dort ein Lieblingsrestaurant. Meine thailändischen Freunde erklärten mir, dass sie da nie essen gehen würden, weil alle Speisen hoffnungslos versalzen seien. Ich als bekennender “Salzjunkie” hatte also auf Anhieb einen Ort gefunden, wo ich mich essenstechnisch mit Thai-Essen sehr wohl fühlte, meine Thai Freunde allerdings nicht. Mein eigenes Maß. Mein Wohlfühlbereich.

Das persönliche Maß ist sicherlich auch durch die eigene Kindheit und die Umgebung geprägt und in Deutschland wird zum Beispiel generell viel salziger gegessen als in Thailand. Für mich ist das nur ein Beispiel unter sehr vielen, die mir zeigen, wie unterschiedlich wir Menschen sind, welche unterschiedliche Maßstäbe wir haben  und für unser “Wohlfühlen” auch brauchen.

Gedanken-Anschubser Nr. 3
schau dir bestimmte Lebensbereiche genauer an. 

Wie sieht es dort mit deinem Gefühl für dein eigenes gesundes Maß aus? Und gibt es noch mehr Bereich als diese in deinem Leben?

♥ Ernährung
♥ Bewegung
♥ Interessen
♥ Hobbies
♥ Begabungen
♥ Tempo und Rhythmus
♥ Klima und Temperaturen
♥ Schlafbedarf
♥ Farbtöne

Ein kleines Experiment für dich:

(in meinen “Bauchfreunde-Brief”  findest du jedesmal ein Experiment für dich)

Hypothese:

Jeder Mensch kennt sein eigenes, gutes Maß und das eigene Wohlfühlen zeigt an, ob wir in Übereinstimmung mit unserem eigenen, guten Maß unterwegs sind oder nicht.

Durchführung des Experiments:

Vielleicht magst du eine kleine Liste für dich machen und vielleicht findest du noch mehr Bereiche als ich hier aufgeführt habe. Dann beobachte dich doch bitte in den nächsten 2 – 5 Tagen. Ist dir dein eigenes, gutes Maß bewusst? Viel bewusster als du dachtest?

Fazit:

Was hast du über dein eigenes, gutes Maß erfahren?
Was hast du über dein Wohlfühlen erfahren?
Sind sie kongruent?
Welche Vorlieben hast du?
Womit geht es dir richtig gut?
Wo fühlst du dich richtig wohl?
Und war das immer schon so? 

Dein eigenes, gesundes Maß ist dort, wo du dich wohlfühlst.
Nur du kennst dein gesundes Maß. 

 
Vertraue dir selbst UND bleibe dir selbst treu.

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