Die 4 Schlüssel zur Selbstheilung

„Jede Heilung ist immer Selbstheilung.“ ( ~ Albert Schweitzer)

Vielleicht hast du dich gefragt, wie das eigentlich mit dieser Selbstheilung funktioniert. In einer Zeit als ich selbst schwer krank war, habe ich mir auch diese Frage gestellt und dazu noch weitere:

❤ Wie kann ich diesen Prozess der Selbstheilung in mir initiieren?

❤ … und wie findet Selbstheilung eigentlich statt?
Ich will ja nicht krank sein! Ich will doch gesund sein!

❤ Wieso heile ich gerade nicht von selbst?

Über viele Jahre in meiner therapeutischen Arbeit habe ich für mich und gemeinsam mit meinen Klienten vier Phänomene erkannt, die ich als Schlüssel zur Selbstheilung ansehe:

  1. Lerne, liebevoll das anzunehmen, was JETZT IST
  2. Das Wort, das dir weiterhilft, kann dir manchmal nur ein anderer Mensch sagen
  3. Nimm dir Zeit für dich – täglich. Und nimm dir auch Zeit für deine eigene Geschichte
  4. Selbstheilung braucht Selbstliebe – Selbstliebe führt zu Selbsterkenntnis


Für jeden Menschen haben diese vier Schlüssel eine andere Bedeutung. Jeder Mensch geht mit diesen vier Schlüsseln auf seine einmalige Art und Weise um. Meine Arbeit möchte dir helfen, die Bedeutung dieser Schlüssel für dich selbst, in dir selbst klarer aufzufinden.

Beginnen wir mit dem ersten Schlüssel:

1. Lerne, liebevoll das anzunehmen,
was JETZT IST

Diesen ersten Schlüssel für deinen Weg zur Selbstheilung wirst du wahrscheinlich bis zu deinem Lebensende benötigen. Es geht um die Bereitschaft, genau das, was JETZT ist, als das, was es JETZT IST, anzunehmen. Es geht darum das, was JETZT gerade ist, was du jetzt gerade erlebst, mit einem  “JA” zu begegnen als ERSTE “RE”-Aktion.

Das, was jetzt gerade passiert, ist ja schon passiert oder passiert gerade in diesem Moment. Wenn deine erste Reaktion darauf ein „Nein“ ist  – eine Ablehnung – ein Widerstand – ein „Kampf dagegen“, dann vergeudest du an dieser Stelle sehr viel wertvolle Lebensenergie, die du dringend zur Heilung benötigst.

Die liebevolle Akzeptanz dessen, was JETZT ist, spart dir ganz viel Energie. Höre auf zu kämpfen.

Es bedeutet nicht zu allem „Ja und Amen“ zu sagen. Es bedeutet nur, erst einmal anzuerkennen, dass das, was ist, IST. Es handelt sich um Sekunden, vielleicht Bruchteile von Sekunden, in denen deine erste Reaktion ein „Ja“ ist – eine Anerkennung: „Ja, das ist gerade passiert.“ Mehr nicht.

Den ersten Schlüssel zu nutzen bedeutet:

Freiraum für dich

Diese spontane Akzeptanz dessen, was ist, verschafft dir Freiraum.

Nun kannst du in Ruhe überlegen oder fühlen, wie du mit dem, was ist, weiter umgehen möchtest.

Du kannst überlegen und nachspüren in dir, welches DEINE beste Antwort auf das ist, was geschehen ist. Du re-agierst nicht mehr. Du agierst und das ist ein gewaltiger Unterschied.

Du gibst dir mit diesem ”Ja” inneren Raum, um zu erspüren, ob du andere, neue Möglichkeiten hast, mit dem, was jetzt ist, umzugehen.

Uns allen ist nicht bewusst, dass wir sehr viel häufiger als wir wahrhaben wollen, nicht „unser eigenes Leben“ leben, sondern sehr selbstverständlich die Werte, Meinungen, Zielsetzungen anderer Menschen als unsere „eigenen“ übernommen haben. Auch Bilder aus den Medien bestimmen und manipulieren uns.

„Dein eigenes Leben“  beginnt da, wo du tief in dir ein klares und eindeutiges Gefühl versspürst. Etwas, was du schon in dir gespürt hast, als du 3 Jahre alt warst, 10 Jahre – 20 Jahre. Etwas, das immer “Du selbst” warst. Es ist klar, es ist eindeutig und es ist dir wohlbekannt. Um dieses tiefe Gefühl wahrnehmen zu können und ihm dann auch vertrauen zu können, ist es nötig, dass du zuerst einmal alles annimmst, was JETZT in deinem Leben so ist, wie es ist.

Liebevoll annimmst.

Nur das, was du bewusst und liebevoll akzeptiert hast, kannst du verändern. Eine ehrliche Akzeptanz deiner derzeitigen Lage bringt dir spürbare innere Ruhe – Entspannung – Klarheit. Das mag zu Beginn nur ganz kurz der Fall sein, aber du kannst eindeutig Ruhe und Entlastung fühlen. Und du kannst die Verbindung zu dem immer klarer fühlen, was du immer warst und jetzt auch bist.

In dem Freiraum, der durch diese Akzeptanz in dir entsteht, kann zum einen deine Heilkraft aktiv werden und zum zweiten kannst du fühlend wahrnehmen, welche neuen – bisher unbekannten – Möglichkeiten für dich entstehen, um auf die Situation auf DEIN EINMALIGE Art und Weise zu antworten.

Dort, wo wir uns selbst Raum geben – Freiraum –, erkennen wir viel mehr Möglichkeit auf unsere einmalige Art und Weise zu handeln, als wir unter Stress und Druck und in der Ablehnung und Abwehr jemals erkennen könnten.

Der zweite Schlüssel:

2. Das Wort, das dir weiterhilft, kann dir manchmal nur ein anderer Mensch sagen

Ich habe in den vielen Jahren als Therapeutin zwei Phänomene beobachtet:

  1. Jeder hat tief in sich den Wunsch nach einem gesunden, selbstbestimmten Leben und
  2. Jeder bringt alles Wissen für sein eigenes, einmaliges Leben mit.

Du wirst jetzt sicher einwenden:

„Aber wenn das so ist: Warum werden wir dann überhaupt krank und warum bleiben wir dann in Krankheiten stecken?“

Zum einen: ich weiß es NICHT. Ich habe auf diese Frage keine allgemein gültige Antwort.

Zum anderen: Ich habe an mir selbst erfahren, dass ich eine Menge Leidensdruck brauchte. Ich habe an mir miterlebt, dass dieses Wissen um meine Selbstbestimmung und meine Heilkraft so tief in mir vergraben war, dass ich einiges an Krankheits-Leidensdruck brauchte, um mich endlich (kompromisslos) mir selbst zuzuwenden.

So nutzt du den 2. Schlüssel am besten:

Prüfe grandiose (und vor allem teure) Heilversprechen kritisch

Fast alle meine Klienten suchten sich Impulse oder Hilfe von außen. Und genau das ist auch richtig. Nur bitte denke dran: Es gibt kein Patentrezept, das auf alle Menschen passt!
Deshalb: prüfe bitte kritisch alle Heilsversprechen. Jede Hilfe kann immer nur Hilfe zur Selbsthilfe sein. Du darfst und solltest kritisch aussortieren, was von den Angeboten für dich persönlich wirklich hilfreich ist und was nicht. Glaube nicht, dass irgendein “Heilsbringer” dir wirklich weiterhelfen kann. Er kann vielleicht ein Puzzlestein in deinem Lebenspuzzle sein. Aber letzten Endes ist jede Heilung ein Prozess der Selbstheilung. Das alles ist ein Weg, den jeder von uns mit sich selbst und für sich selbst gehen darf.

Jede Heilung ist ein einmaliger Vorgang.

Wenn du diesen, deinen einmaligen Weg in dem Verständnis gehst, dass es um dich geht, um deine Gesundheit, um dein einmaliges Leben, wenn du nicht daran glaubst, dass irgendjemand oder irgendetwas anderes dir die Krankheit „wegmachen“ kann, dann entdeckst du nach und nach – und immer klarer – diesen heilenden Freiraum in dir.

Du spürst immer besser, wo es dir gut geht, wo dein Körper Freiraum bekommt zum Heilen und wo es dir schlecht geht, wo es wieder eng wird und du dir deinen Freiraum wieder wegnehmen lässt oder ihn dir selbst wegnimmst. Nach und Nach findest du den Mut zu einem klaren: “Nein! So nicht (mehr)!”  Du weißt, was du wirklich brauchst und wer dir wirklich helfen kann.

Der dritte Schlüssel:

3. Nimm dir Zeit für dich –
Nimm dir Zeit für deine eigene Geschichte

Jede Krankheit hat mit deiner eigenen einmaligen Lebensgeschichte und deiner Entwicklung zu tun.
Du und Deine Krankheit, ihr habt eine einmalige Beziehung und teilt eine einmalige Geschichte miteinander. Eure gemeinsame Geschichte beinhaltet z.B. deine Kindheit, Erfahrungen mit anderen Menschen, Erfahrungen mit deinem Körper, Erfahrungen mit deiner Psyche. Und vieles von dem wurde in dir (oftmals unbewusst) verankert, bevor du 5 Jahre alt warst!

Auf deinem bisherigen Lebensweg hast du Erfahrungen gemacht und „Werkzeuge“ erworben. Du gehst z.B. mit Stress oder Entspannung, mit Angst oder Freude auf deine einmalige Art und Weise um. Auf deinem bisherigen Lebensweg hast du aber auch sicher viele alte Muster mitgeschleppt. Reaktionsmuster, die du erlernt hattest, als du noch sehr klein warst. Sie waren damals wahrscheinlich sehr wichtig, aber heute brauchst du sie nicht mehr. Heute könnte es sein, dass sie dich sogar behindern oder gar krank machen. Hier ist es hilfreich mit einem guten Therapeuten/Therapeutin geduldig zu erforschen, wo du dich selbst behinderst.

Die Geschichte deiner Krankheit mit dir hat auch viel mit dieser – deiner – „Werkzeug-Kiste“ zu tun. Viele Menschen haben ihre „Werkzeug-Kiste“ eher unbewusst zusammengestellt. Sie sind nicht bewusst, dass sie viel mehr und ganz andere Möglichkeiten hätten z.B. mit Stress oder Angst umzugehen, als immer nur die begrenzten Möglichkeiten der alten “Werkzeug-Kiste” zu nutzen.

Werde dir bewusst, welche Lebens- und Entwicklungsgeschichte du bereits erlebt hast, wie du mit dir selbst umgegangen bist und wie der Inhalt deiner „Werkzeug-Kiste“ aussieht.

Um das zu tun brauchst du:

  • Zeit mit dir alleine.
  • Zeit, in der du nachdenken kannst, reflektieren kannst, dir auch Notizen machen kannst.
  • Zeit, in der du deine Gedanken zur Ruhe bringen kannst zum Beispiel durch Entspannungsübungen, die du auch hier unter meinen Podcasts findest.
  • Zeit, in der du dich „pur“ spüren kannst, ohne einen Impuls von außen, auf den du re-agierst.
  • Zeit, in der du dir, so wie du bist, ganz ehrlich und wahrhaftig begegnen kannst.

Und du brauchst auch diese Mini-Auszeiten, in denen du dich im Alltag selbst beobachtest. Und dir anschaust, wie du mit Stress, mit Angst, mit Freude umgehst – was fühlst du − wie reagierst du? Schau es dir in Ruhe an.
Nimm dir Tag für Tag und immer wieder Zeit für dich.

Der vierte Schlüssel:

4. Selbstheilung braucht Selbstliebe –
Selbstliebe führt zu Selbsterkenntnis

Dein Weg in deine Selbstheilung braucht immer wieder die Beschäftigung damit, dich selbst und die Botschaft deiner Krankheit besser kennen zu lernen. Ein Zauberwort ist „Selbstliebe“ ein zweites Zauberwort ist „Selbsterkenntnis“.

Selbstliebe bedeutet zuerst und vor allem, dich selbst genauso wie du bist bedingungslos anzunehmen und zu lieben. Sollte dir der Weg in die Selbstliebe schwerfallen, dann magst du vielleicht eines meiner Bücher lesen „Wege zur Selbstliebe“. Auch in meinen „Brief an meine Bauchfreunde und Bauchfreundinnen“, den du hier kostenlos abonnieren kannst, ist Selbstliebe immer wieder ein wichtiges Thema.

Hand in Hand mit der Selbstliebe geht die Selbsterkenntnis. Beide Wege sind oftmals durch Fragen gekennzeichnet, die wir uns selbst stellen.

Und „Nein“ – du brauchst auf diese Fragen keine Antworten zu finden. Stelle dir diese Fragen, lebe mit ihnen im Alltag. Diese Fragen werden nach und nach eine Bewegung in dir erzeugen und in dieser Bewegung wird dir einiges sehr viel klarer werden, oftmals fällt es dir wie Schuppen von den Augen. Du hast in diesen Momenten vielleicht nicht die konkrete Antwort auf diese Frage, aber du erkennst vieles besser als vorher. So stelle ich dir hier ein paar Fragen vor. Beginnen wir mit der größten aller Fragen:

  • Wer bin ich?

Aber auch Fragen wie die folgenden können dich innerlich bewegen:

  • Was will mir meine Krankheit sagen?
  • Wie können wir friedlich miteinander umgehen?
  • Könnte es sein, dass meine Krankheit mir helfen will, „mein eigenes Leben“ zu leben?
  • Könnte es sein, dass diese Krankheit eine große Chance für mich ist?

Die Antworten liegen in dir – in deinem inneren Freiraum. Es geht um das Auffinden deines heilenden inneren FREIRAUM. Es geht hier um DEIN einmaliges, selbstbestimmtes Leben.

Dein Bauch ist nicht dein Gegner, sondern dein Freund. Lass uns in diesem Bauchfreiraum-Projekt gemeinsam herausfinden, was dir dein Bauch wirklich sagen will.

Ein Klient schrieb mir: „Mir war nie bewusst, dass Akzeptanz zur Heilung führt. Ich weiß heute − nach der gemeinsamen Arbeit mit dir −, dass mein Bauch mir eigentlich Botschaften schickt. Was sich völlig bescheuert anhört. Aber es ist so und wenn es mir gelingt, diese Botschaften zu hören und zu verstehen, dann helfen sie mir, meinen eigenen Weg zu gehen. Mein Leben hat sich seit den 12 Beratungsterminen bei dir sehr verändert und eine ganz andere Qualität bekommen.“

Sorge gut für dich.

Du bist die Expertin, der Experte für dich,
für deinen Bauch,
für dein Leben.  

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Ich freue mich, wenn du meine kostenlosen “Briefe an meine Bauchfreunde und Bauchfreundinnen” abonnierst. Diese Briefe sind sehr persönlich gehalten. Ich lade dich regelmäßig ein, mit mir gemeinsam Themen der Zeit zu betrachten. Ich möchte dich animieren, neu hinzuschauen und dich auf kleine Alltagsabenteuer einzulassen. Gerne kannst du mir auch deine Gedanken und Fragen zu den Themen per E-Mail schicken. Hier kannst du dir ein Beispiel anschauen.

HINWEIS: Die Anmeldung für meinen Bauchfreunde-Brief ist bis zum 31. Dezember 2021 deaktiviert, da sich alle bisherigen Abonnenten in einem laufenden Seminar zum Thema „Selbstliebe gibt dir heilenden Freiraum für dich und für deinen Bauch – wie du Selbstliebe säen und pflegen kannst” befinden. Ab dem 01. Januar 2022 kannst du dich an dieser Stelle wieder anmelden. 

Bitte kontaktiere mich persönlich über das Kontaktformular, wenn du nicht so lange warten möchtest und Interesse an dem Seminar oder an meinen Bauchfreunde-Briefen hast.

Über mich

Hallo, mein Name ist Susann Sontag! Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und Diplom Ernährungsberaterin.
Ich habe viele Jahre eine eigene therapeutische Praxis für Psychotherapie und Ernährungstherapie geführt und viele Klienten begleitet. Auf meinem eigenen Weg und in der Begleitung meiner vielen Klienten erlebte ich, was heute auf dem soliden Fundament einer breiten Forschung steht: Heilung ist immer Selbstheilung. Ich biete dir auf meiner Webpage eine große Bandbreite an kostenlosen Informationen, Entspannungsübungen und Videos als Hilfe auf deinem Weg zur Selbstheilung an. Das Nachspüren, Nachdenken und das letztendliche TUN liegt in deiner Hand.

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